Was haben Lew und ich für ein Glück, dass wir unsere Aufenthaltserlaubnis für die Mongolei problemlos um 30 Tage verlängern konnten. Nicht nur, damit wir ausgiebig das Land bereisen können, sondern auch um beschädigte Lager einer vorderen Radantrieb-Doppelgelenkwelle in Ruhe beheben zu können – und Ruhe und Zeit sollten unbedingt im Gepäck sein, wenn man die Mongolei bereist. Aber der Reihe nach: unser erster und kurzer Aufenthalt in Ulaanbaatar hatte im Grunde nur den Zweck, die Aufenthaltsgenehmigung zu verlängern. Nachdem wir diese bekamen, hielt es uns nicht lange in der Stadt, Ulaanbaatar stand als letztes Ziel in der Mongolei auf dem Reiseplan. Es ging alsoRead More →

Wir haben gehalten, was der Blogtitel verspricht – wir sind angekommen in dem Land, das sich auf unserer Route am östlichsten befindet, seit etwas über einer Woche befinden wir uns in der Mongolei! Der Grenzübertritt zwischen dem russischen Altai und der Mongolei verlief reibungslos, jedoch kostete er uns einen ganzen Tag. Besonders die Ausreise ging ungewöhnlich zäh vonstatten. Russische Zöllner wollten unsere gesamte Bordapotheke überprüfen und versuchten mühsam die Inhaltsstoffe auf den Beipackzetteln zu entziffern. Die mongolischen Beamten dagegen scheinen sich gegenseitig nicht zu trauen, denn auf jede Passkontrolle folgte eine Passkontrolle. PKW-Reisende werden gezwungen, ihren Wagen komplett leer zu räumen und sämtliches Gepäck aufRead More →

Wir haben die Monotonie der Sumpfebenen Südsibiriens hinter uns gelassen und uns weiter vom Meeresspiegel entfernt, wir sind im Altai angekommen! Die Luft ist frisch, die Hitze erträglicher, die Aussichten grandios. Leider mussten wir eine niederschmetternde Feststellung machen: das neue Abgasthermostat, auf das wir so hoffnungsvoll und unter Schmerzen gewartet haben, funktioniert nicht. Das sibirische Warten war umsonst. Lew hat notgedrungen das alte Thermostat nun repariert. Erkenntnis erfolgt manchmal über Umwege, sich wiederholendem try and error und nach vielen mühsamen Gedanken. So ist nach einigen umgesetzten und wieder verworfenen Ideen mittlerweile deutlich geworden, dass das Abgasthermostat nur eine von zwei Fehlerquellen war. Die andere liegtRead More →

Ja, mit Willie Nelson auf den Ohren haben wir Omsk tatsächlich hinter uns gelassen. Und nicht nur mit ihm, vor allem mit einem neuen Abgasthermostat, das sich nun hoffentlich präzise und korrekt um den Temperaturhaushalt des Motors kümmert. Das wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Wir können es kaum fassen, dass wir nach über vier Wochen nicht mehr verdammt sein sollen, in den Regionen Ural und Südsibirien festzustecken. UPS ist es unter unvorstellbaren Schwierigkeiten und mit furchtbar viel Inkompetenz irgendwie gelungen, das Päckchen nach Omsk zu transportieren, wo Lew es ihnen direkt im Hauptlager aus den Händen gerissen hat, damit nicht noch größerer UnfugRead More →

Wir warten! Es gibt leider nicht viel zu berichten, aber auf vielfache Nachfragen wollte ich hier doch mal ein Lebenszeichen zeigen. Die letzten Wochen haben wir in Tscheljabinsk und Omsk und dazwischen zugebracht, wartend auf UPS mit dem ersehnten Ersatzteil für den Motor. Das Paket ist noch nicht angekommen. Wann und ob das geschehen wird, ist unklar. Es ist noch in Moskau in den Mühlen der sowjetisch-realsozialistischen Behörde UPS gefangen. Die Wartezeit haben wir in diesem seenreichen Teil Russlands verbracht. Wir waren auch in Kundravy. Es gibt Mücken hier. Viele Mücken! Immer, wenn es nicht viel zu berichten gibt, kann man den Leerraum mit niedlichenRead More →

Zum zweiten Mal haben wir die (umstrittene) Grenze zwischen Europa und Asien überschritten und gehen jetzt mal davon aus, dass wir uns erneut in Asien befinden – wir sind im Ural. Es würde sich nun gehören, Bilder von den endlosen Birkenwäldern, die die Hänge der sanften Berge begrünen, und von Bären, die diese durchstreifen, zu zeigen. Aber nach Fotosessions dieser Art steht uns im Augenblick nicht der Sinn. Die Uralregion ist nicht nur für ihre Wälder bekannt, es ist das Ruhrgebiet Russlands im Hinblick auf Kohleabbau und Stahlproduktion. So ist sie die Geburtsstätte des T-34, der Kalaschnikow und des Raketenwerfers Katjuscha – Kriegsgeräte, die sich immer einer großenRead More →

Nein, das war ein Scherz, es gibt keine Abkürzungen, die durch Kasachstan führen. Wir haben es geschafft, nach nun sechs Tagen dürfen wir uns legal in Kasachstan bewegen, immerhin für die nächsten fünf Tage. Offiziell ist das Prozedere einfach: man reist in das Land ein, füllt an der Grenze eine Migrationskarte aus, die man ständig mit sich führen muss und hat dann fünf Tage Zeit, um sich bei einer Migrationsstelle registrieren zu lassen, in unserem Fall für 30 Tage, denn so lange dürfen wir uns visafrei in Kasachstan bewegen. Und tatsächlich haben wir für diesen Vorgang ganze fünf Tage gebraucht, obwohl wir bereits einen TagRead More →

Wir sind nun in einem Landstrich, dessen Bevölkerung dem Ursprung nach mehrheitlich mongolisch ist. Der Buddhismus ist die vorherrschende Religion. Die Hauptstadt ist umgeben von Steppe (und etwas Wüste). Dort trifft man viele nette Tiere. Die seltenen Saiga-Antilopen (die mit den lustigen Nasen) leben hier in einem Reservat. Wir haben sie bislang nicht getroffen. Die Leute haben früher in Jurten gelebt; das tun sie heute nicht mehr. Nur im Museum konnten wir uns eine Jurte anschauen. Die Frage ist nun: wo sind wir? In Europa – in der autonomen Republik Kalmückien in Russland. Ein mongolisches Volk ist vor etwa 400 Jahren hierher gezogen und geblieben.Read More →